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Unterricht

Kahoot-Alternativen für Lehrkräfte: ehrlicher Vergleich

9. Oktober 20267 Min. LesezeitJames Okafor

Kahoot ist aus vielen Klassenzimmern nicht mehr wegzudenken. Die Musik läuft, die Fragen erscheinen am Beamer, alle tippen gleichzeitig auf ihren Geräten, und am Ende gibt es eine Rangliste. Trotzdem suchen viele Lehrkräfte nach einer Kahoot-Alternative, etwa weil sie Fragen schneller erstellen wollen, weil nicht jede Stunde ein Wettbewerb sein soll oder weil die Klasse auch zu Hause üben soll.

In diesem Beitrag sortieren wir die Möglichkeiten ehrlich: Wofür Kahoot und ähnliche Live-Tools stark sind, wann eine Alternative mehr bringt und wo SimpleQuizMaker passt und wo nicht.

Wann Kahoot die bessere Wahl ist

Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Wenn du ein Live-Quizspiel für die ganze Klasse willst, bei dem alle gleichzeitig antworten und eine Rangliste die Spannung treibt, ist Kahoot genau dafür gebaut. Diese Stärken haben Live-Tools:

  • Energie und Motivation in der Gruppe, besonders zum Stundenabschluss oder vor den Ferien.
  • Gemeinsames Erlebnis, alle sehen dieselbe Frage zur selben Zeit.
  • Sofortiges Feedback am Beamer, über das man direkt sprechen kann.
  • SimpleQuizMaker bietet keinen Live-Spielmodus mit Rangliste oder Countdown. Wenn das dein Hauptziel ist, bleib bei einem Live-Tool. Einen neutralen Vergleich der bekanntesten Live-Plattformen findest du auf den Seiten Kahoot vs. Quizizz und Kahoot vs. Quizizz vs. Blooket.

    Wann eine Alternative sinnvoll ist

    Live-Quizze haben auch Grenzen, die im Schulalltag auffallen:

  • Tempo statt Nachdenken. Wenn Schnelligkeit Punkte bringt, raten manche Lernende lieber, als nachzudenken.
  • Schwächere Schülerinnen und Schüler landen immer wieder unten in der Rangliste, was nicht jede Klasse motiviert.
  • Hausaufgaben und Wiederholung funktionieren mit einem Live-Format weniger gut, weil die Stärke gerade das gemeinsame Spiel ist.
  • Fragen selbst schreiben kostet Zeit, besonders wenn man für jede Stunde ein neues Quiz braucht.
  • Für diese Situationen lohnt sich ein Werkzeug, bei dem Lernende im eigenen Tempo arbeiten und aus Erklärungen lernen.

    Überblick: Welche Art von Tool für welchen Zweck?

    ZielPassende Art von Tool
    Wettbewerb und Spannung in der KlasseLive-Quizspiel wie Kahoot, Quizizz oder Blooket
    Interaktive Übungsformate und SpieleTools wie Wordwall
    Vokabeln und Begriffe langfristig lernenKarteikarten mit Spaced Repetition
    Schnell ein Quiz aus eigenem Material erstellen, im eigenen Tempo bearbeitenKI-Quiz-Generator wie SimpleQuizMaker

    Viele Lehrkräfte kombinieren mehrere Tools. Eine Übersicht weiterer Optionen findest du auf unserer Seite Alternativen.

    SimpleQuizMaker als Kahoot-Alternative: Stärken und Grenzen

    Was SimpleQuizMaker gut kann:

  • Fragen per KI erstellen. Du gibst ein Thema ein oder fügst deinen eigenen Text ein, und der KI-Quiz-Generator schlägt Fragen vor. Wie das gut gelingt, zeigt die Anleitung Quiz mit KI erstellen.
  • Vier Fragetypen: Multiple Choice, Wahr/Falsch, Kurzantwort und Lückentext, jeweils mit Erklärung.
  • Teilen ohne Schülerkonten. Die Klasse öffnet das Quiz per Link oder QR-Code. Mehr dazu im Beitrag Online-Quiz für Schüler erstellen.
  • Lernen im eigenen Tempo, im Unterricht oder als Hausaufgabe.
  • Auswertung, welche Fragen der Klasse schwergefallen sind.
  • Bezahlpläne ab 1,99 $ im Monat für Quizze aus PDF, Word, Bildern oder YouTube-Videos sowie Exporte als PDF, Word oder Google Forms und Notenübertragung in Google Classroom.
  • Was SimpleQuizMaker nicht kann:

  • Kein Live-Spielmodus mit gleichzeitiger Teilnahme, Countdown und Rangliste.
  • Kein Import oder Export von Kahoot- oder Quizlet-Quizzen. Bestehende Quizze müsstest du neu erstellen, etwa indem du den Fragentext einfügst.
  • Keine Zuordnungs- oder Aufsatzfragen.
  • Für wen sich der Umstieg lohnt

    Ein Wechsel lohnt sich vor allem, wenn du viel Zeit mit dem Schreiben von Fragen verbringst, wenn deine Klasse häufiger allein üben soll oder wenn du Quizze aus deinem eigenen Material brauchst. Wer hauptsächlich Spielrunden mit der ganzen Klasse veranstaltet, braucht dagegen keinen Umstieg. Und natürlich musst du dich nicht entscheiden: Beide Arten von Werkzeugen lassen sich problemlos nebeneinander nutzen, je nachdem, was die jeweilige Stunde braucht.

    Eine praktische Kombination

    Viele Lehrkräfte fahren gut mit einer Aufteilung: Ein Live-Quiz für die gemeinsame Abschlussrunde am Freitag, ein Quiz im eigenen Tempo für die Wiederholung vor der Klassenarbeit und Karteikarten für Vokabeln und Fachbegriffe. Wie Letzteres funktioniert, erklärt der Beitrag Karteikarten erstellen und lernen.

    Drei Szenarien aus dem Schulalltag

    Freitag, letzte Stunde, 7. Klasse. Die Konzentration ist weg, aber die Woche soll mit einer Wiederholung enden. Hier spielt ein Live-Quiz seine Stärke aus: Alle machen mit, die Stimmung steigt, und du siehst nebenbei, welche Inhalte sitzen.

    Zwei Wochen vor der Mathearbeit, 9. Klasse. Die Klasse soll Bruchgleichungen üben, und zwar gründlich. Ein Wettbewerb unter Zeitdruck hilft hier wenig. Besser ist ein Quiz im eigenen Tempo mit Erklärungen, das die Lernenden zu Hause mehrmals bearbeiten können.

    Englisch-Vokabeln, Unit 3. Begriffe müssen über Wochen im Gedächtnis bleiben. Dafür sind Karteikarten mit verteilter Wiederholung die passende Methode, ergänzt durch ein kurzes Quiz zur Kontrolle.

    Kein Tool deckt alle drei Situationen gleich gut ab. Es lohnt sich, bewusst zu wählen, statt jede Stunde mit demselben Format zu bestreiten.

    Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  • Konten: Müssen Schülerinnen und Schüler sich registrieren, oder reicht ein Link bzw. Code?
  • Aufwand: Wie schnell entstehen neue Fragen für die nächste Stunde?
  • Format: Brauchst du ein gemeinsames Live-Erlebnis oder Übung im eigenen Tempo?
  • Kosten: Was ist kostenlos, was kostet extra? Prüfe die aktuellen Preise immer direkt beim Anbieter.
  • Schule: Ist das Tool an deiner Schule freigegeben? Kläre das im Zweifel mit der Schulleitung.
  • Häufige Fragen

    Hat SimpleQuizMaker einen Live-Modus wie Kahoot?

    Nein. SimpleQuizMaker hat keinen Live-Spielmodus mit Rangliste. Die Lernenden bearbeiten Quizze im eigenen Tempo per Link oder QR-Code. Für ein Live-Spiel ist Kahoot oder ein ähnliches Tool die bessere Wahl.

    Kann ich meine Kahoot-Quizze importieren?

    Nein, ein Import ist nicht möglich. Du kannst aber die Fragen oder den zugrunde liegenden Text einfügen und daraus mit KI ein neues Quiz erstellen.

    Ist SimpleQuizMaker kostenlos?

    Ja, im kostenlosen Plan erstellst du 5 Quizze pro Monat aus einem Thema oder Text, mit jeweils bis zu 10 Fragen. Für Datei-Uploads und Exporte gibt es Bezahlpläne ab 1,99 $ im Monat.

    Brauchen Schülerinnen und Schüler ein Konto?

    Nein. Sie öffnen das Quiz über einen Link oder QR-Code direkt im Browser, ohne Registrierung.

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